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Anleitung zum Holzpfeilbau mit dem Cartel Befiederungsgerät

Details

Cartel-Befiederungsgerät

(Auszüge aus der Betriebsanleitung zum Cartelbefiederungsgerät © by ArcherShop Imort e.K.)

 

Das Cartel-Befiederungsgerät ist sowohl zur 2-fach, 3-fach, 4-fach und zur 6-fach Befiederung geeignet.

cartel

Der jeweilige Drehwinkel wird mit den Justage-Schrauben eingestellt.

Dreifachbefiederung

cartel_2Wird die Schraube -1- leicht hinein gedreht und die Schraube -2- heraus gedreht so ist das Gerät für die Dreifachbefiederung 120° eingestellt.

Sechsfachbefiederung

Für eine 6-fach-Befiederung wird der Schaft 3-fach befiedert, danach um 180° in Längsachse gedreht, erneut in die Nockaufnahme eingelegt und wiederum 3-fach befiedert.

Vierfachbefiederung

Die Einstellung für die 4-fach Befiederung wird mit dem eindrehen der Schraube -2- und herausdrehen der Schraube -1- erreicht. Die Nockaufnahme kann jetzt in 90°-Schritten gedreht werden und rastet pro Umdrehung viermal ein.

Zweifachbefiederung

2-fach-Befiederung ist in der Einstellung für 4-fach-Befiederung durch eine 180° Drehung der Nockaufnahme zu erreichen. Die Schraube -3- dient der Führung und Halterung der Nockaufnahme.

! Achtung: Die Schrauben 1,2 und 3 niemals ganz herausdrehen, es besteht die Gefahr, dass die Feder sowie die Kugel, die unter den Schrauben liegen herausspringen. Die Teile sind leider nicht einzeln zu beziehen, das Gerät wird unbrauchbar.

Offset Einstellungen

Mit dem Cartel-Befiederungsgerät ist es möglich Federn im Versatz (Offset) an einen Schaft Anzubringen. Ein Feder-Offset bringt den Pfeil schneller zum rotieren und führt zu einer früheren Stabilisation des Pfeils nach dem Abschuss.

offset

magnethalterDie Schrauben des Magnethalters werden gelöst und nach dem Einstellen des Versatzes wieder festgezogen.

Das Offset sollte nicht zu groß gewählt werden, der Federkiel muss vollständig am Pfeilschaft anliegen.

Pfeilbau:

Das wird zum Pfeilbau benötigt:

  • Pfeilschäfte
  • Befiederung
  • Pfeilnocken
  • Pfeilspitzen
  • Pfeilanspitzer
  • "Alter" Lappen
  • Klebstoff - z.B. "Uhu hart"
  • Cuttermesser
  • Schmiergelpapier mit 120er Körnung

Vorbereitung:

Schäfte kontrollieren:

Bevor Du mit dem Pfeilbau beginnst, solltest Du die Holzschäfte kontrollieren. Gleite vorsichtig mit den Fingern über den Schaft und suche nach Absplitterungen, Rissen oder sich lösende Flammen.

Kleine Absplitterungen kannst Du mit Schmiergelpapier glätten. Schäfte, die gerissen sind kannst du keines falls zum Bogenschießen verwenden. Sie können schon beim Abschuss brechen und schwere Verletzungen zur Folge haben.

! Weiterhin solltest Du nach jedem Schuss und besonders wenn Du das Ziel verfehlst die Pfeile auf Beschädigungen untersuchen und ggf. aussortieren.

Pfeilspitzen

taper_toolPfeilspitzen gibt es in vielen verschiedenen Variationen, Größen und Gewichten. Hier werden nur ein paar der Handelsüblichen Spitzen beschrieben.

Spitzen mit Innenkonus gibt es als Klebe- und Schraubausführung. Hierbei ist zu beachten dass die Länge des Innenkonus je nach Hersteller variiert. Man sollte also vor dem Anspitzen mit einem Messschieber feststellen wie weit der Schaft mit dem Konusanspitzer angespitzt werden muss. Bei TAS-Spitzen sind es z.B. 2/3 der Klinge, des Anspitzers. Klebespitzen solltet Ihr vor dem Verkleben reinigen. Den Innenkonus bei Klebespitzen solltet Ihr mit einem Wattestäbchen und Aceton (in der Apotheke erhältlich) gründlich reinigen. Er ist etwas ölig und der Kleber kann auf öligen Oberflächen nicht haften. Bei Schraubspitzen ist die Ölige Innenfläche von Vorteil, so lässt sich die Spitze leichter aufschrauben- das Kleben entfällt bei Schraubspitzen natürlich.

pfeilspitzenParallel-Spitzen gibt es sowohl als Klebe als auch Schraubversion. Hierbei kann der Schaft ohne Anspitzen in die Pfeilspitze eingeführt werden. Die Klebespitze sollte auch mit Aceton gründlich gereinigt werden. Damit die Spitze nach der Montage auch gerade auf dem Pfeilschaft sitzt solltet Ihr den Schaft mit dem Schaftspitzer leicht anspitzen, etwas eine Umdrehung reicht völlig aus. Dadurch hat der Schaft die optimale Passform und man kann ihn bei Schraubspitzen leichter einschrauben. Das Ende des Schaftes sollte unbedingt Parallel abgeschnitten sein damit keine Lücke zwischen Spitze und Schaftende entsteht. Sollte dort eine Lücke verbleiben wird der Schaft bei nächster Gelegenheit nachrutschen- die Verklebung bzw. die Verschraubung wird sich lösen.

Anspitzen des Schaftes

taper_tool_2Der Konusspitzer ist zum Anspitzen für die Nocke und für die Spitze geeignet. Wenn Du auf die Löcher des Anspitzers siehst, so ist das Rechte die Führung zum anspitzen des Nock-konus, das linke Loch für den Konus der Spitze.

Spitze nun den Schaft an beiden Seiten an. Bei Mittelalterspitzen wird der Schaft angespitzt bis kein Holz mehr abgetragen wird. Bei handelsüblichen (z.B.TAS) konischen Klebe- oder Schraub- Spitzen wird der Schaft soweit angespitzt, bis ca. 2/3 der Anspitzerklinge erreicht ist.

nockeBei Parallelspitzen z.B. TopHat-Spitzen wird der Schaft nicht angespitzt, es ist aber eine Erleichterung wenn der Schaft mit dem Schaftspitzer mit einer Umdrehung einen leichten Konus erhält (siehe Pfeilspitzen).

spitzeDu wirst feststellen, dass der Konus für die Spitze leicht abgeflacht ist, während der für die Nocke spitz ausläuft.

Die Nocke wird so angebracht, dass das Nockenfänchen "Indikator" mit der Linienmaserung des Schaftes übereinstimmt. Achtet bitte darauf das die Flammen "bei eingelegtem Pfeil" oben nach vorn zeigen, dementsprechend auf der Unterseite zur Nocke hin weisen.

stehende_jahre

flammen

Trage etwas Kleber (UHU-Hart oder Befiederungskleber) auf die Spitze des Nockkonuses auf und befestige die Nocke mit einer Drehbewegung am Schaft. Ist die richtige Position erreicht, drückst Du die Nocke mit leichtem Druck auf den Schaft. Der Kleber wird dabei etwas aus der Nocke gepresst. Überschüssigen Kleber vorsichtig entfernen. Trockenzeit für die weitere Bearbeitung ca. 15min.

Befiederungsgerät vorbereiten

klammerDas Befiederungswerkzeug wird wie oben beschrieben für eine 3-fach-Befiederung eingestellt (Werkseinstellung).

Die Nockaufnahme des Befiederungsgerät rastet in 3 Positionen ein- jeweils bei einer 120° Drehung. Stelle die Nockaufnahme so ein, dass bei eingelegtem Schaft das Nockfänchen (Indikator) der Pfeilnocke nach oben zeigt. An dieser Position wird die Leitfeder des Pfeils angebracht. In der Regel ist die Leitfeder andersfarbig als die übrigen Federn damit Du den Pfeil leichter und in der richtigen Position auf die Bogensehne „einnocken“ kannst.

Befiedern

klammer_2Die Rändelschraube an der Federklammer wird soweit herausgedreht, dass sie die Klammer nicht mehr unter Spannung hält und geschlossen ist. Lege die Feder so in die Federklammer, dass der Anfang der Feder mit der Kannte der Federklammer abschließt- also bei 0cm. Der Federkiel darf von der Klammer nicht umschlossen werden, er muss auf dem Klammerrand aufliegen.

Trage nun etwas Befiederungskleber (vorsicht sehr Dünnflüssig) auf den Federkiel auf. Versuche dabei möglichst keinen Kleber auf die Klammer laufen zu lassen- dabei würde die Feder an der Klammer festkleben. Sollte doch etwas Kleber daneben laufen- wische ihn sofort mit dem Finger in Längsrichtung ab.

Setze nun die Klammer auf die Magneten des Klammerhalters, schiebe sie langsam bis an den Anschlag des Befiederungs-gerätes und presse sie dann leicht auf den Pfeilschaft so das der Federkiel mit dem Pfeilschaft gerade abschließt. Nach ca. 5min. kannst Du die Klammer lösen, die Feder ist bereits fest fixiert, der Kleber aber noch nicht durchgehärtet!
Drehe die Rändelschraube der Klammer hinein bis sie sich die Klammer öffnet, dann ziehst Du die Klammer nach oben hin weg.

Fertig - die erste Feder ist geschafft!

Vor dem Einlegen der nächsten Feder solltest Du ggf. Klebereste mit dem Cuttermesser von der Federklammer entfernen. Drehe nun die Nockenaufnahme um 120grad weiter bis sie einrastet und klebe die nächsten Federn auf den Schaft. Nachdem alle Federn angebracht wurden kannst Du noch einen kleinen Klebepunkt an die Federspitzen vor den Kiel setzen- das ist ein kleiner Schutz damit die Federn nicht gleich abreißen wenn der Pfeil nach einem Fehlschuss mal unter der Grasnarbe verschwindet. Optimal wäre hier eine Federschaftwicklung - Siehe "Anmerkungen" weiter unten.

Anbringen der Spitze

Klebespitzen: Trage etwas Kleber (Uhu hart) auf den Konus der Schaftspitze auf. Drücke die Stahlspitze mit einer leichten Drehung auf den Schaft. Nun fasse den Schaft mit beiden Händen ganz weit unten vor der Spitze an, stelle die Spitze auf eine geeignete Unterlage und drücke den Schaft kräftig in die Pfeilspitze bis der Kleber seitlich herausquillt. Kleber abwischen - fertig!

Schraubspitzen: Messe mit einem Messschieber die Tiefe der Spitze, kennzeichne das Maß am Pfeilschaft und drehe die Schraubspitze mit einer Spitzenzange oder einem Spitzenmontagetool bis zur Markierung auf den Schaft. Mit einer Pfeilziehhilfe kann der Schaft dabei sehr gut festgehalten werden.

! Du kannst den Pfeil nach ca. 12 Stunden benutzen, solang solltest Du warten bis der Kleber richtig abgebunden und getrocknet ist.

Das solltest Du noch beachten

Wichtig - drehe niemals einen Pfeil während dem "Pfeilziehen", die Spitze könnte sich lösen oder der Schaft könnte brechen oder verwinden!

Wenn Du die Pfeile traditionell über den Handrücken schießt, solltest Du unbedingt eine Federschaftwicklung anbringen um Verletzungen an der Bogenhand zu vermeiden.

Weiterhin solltest Du Holzpfeile mit Öl, Lack oder Lasuren vor Witterungseinflüssen schützen.

Kommentare   

 
Uwe lembach
+5 #1 Uwe lembach 2010-01-12 13:14
Habe schon viel über das Thema gelesen, aber das ist ja echt super ausführlich und vor allem verständlich. Weiter so
Viele Grüße Uwe :roll:
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